Gründung des Ledafids / Vorgeschichte
Bedürfnisse, Ursachen und Desiderata, die zur Gründung des Ledafids geführt haben.
Ich kam 1985 an das damalige IdS (Institut für deutsche Sprache) an der zweisprachigen Universität Freiburg im Üechtland. Anfangs waren wir vier Männer, doch im folgenden Jahr kam Cornelia Gick dazu. Das IdS war in der Schweiz das einzige Institut für Deutsch als Fremdsprache (im Folgenden DaF). Es gab an einigen Westschweizer Universitäten jedoch
Lehrbeauftragte, die auch DaF «machten». Mit ihnen hatten wir Kontakt und bei einer unserer Zusammenkünfte überlegten wir, ob nicht regelmässige gemeinsame Treffen mit den Lehrbeauftragten sinnvoll wären, um den Bereich DaF in der Schweiz zu professionalisieren.
Ein besonderer Anlass forcierte uns bald zur Institutionalisierung unserer Treffen: 1986 fand die IDT (Internationale Deutschlehrer-Tagung) in Bern statt. Der einzige aktive Schweizer Verein im IDV (Internationaler Deutschlehrer-Verband) war die SPASRI (Société des Professeurs d’Allemand de la Suisse Romande et Italienne). Kurzfristig fiel bei der IDT ein Sektionsleiter aus und die Anfrage gelangte an das IdS. Da es in der Sektion um Landeskunde ging, ich damals am IdS die Landeskundekurse gab und auch Geographie studiert hatte, fiel die Wahl auf mich.
Dadurch schnupperten wir zum ersten Mal die Luft dieses grossen und wichtigen internationalen DaF-Verbands. Es reifte die Idee einer Vereinsgründung und als nächster Schritt der Antrag auf Mitgliedschaft im IDV!
Vielleicht zur Erinnerung: Der IDV spielte damals, in der Zeit des Kalten Krieges eine tragende Rolle, denn er bot die Möglichkeit zu Kontakten über die Grenzen und den Eisernen Vorhang hinweg.
So gab es 1986 in Freiburg/CH ein erstes Arbeitstreffen von Kolleginnen und Kollegen, die an Schweizer Hochschulen im DaF-Bereich arbeiteten, und im Verlauf dieses Treffens die Überlegung, einen Verein zu gründen. Frei nach dem viel zu früh verstorbenen Berner Chansonnier Mani Matter: «Mir hei e Verein!»