Gründungsversammlung des Ledafids
Wer war dabei und wo fand sie statt?
Dieses Ereignis liegt so im Dämmerlicht der Vergangenheit, dass es nicht mehr genau zu eruieren ist! In meinem Gedächtnis gibt es eine vorbereitende Versammlung und ein erstes «Lektorentreffen», bei dem erste Mitglieder «aus zugewandten Orten» aufgenommen wurden, welches wir nun als Gründungsversammlung bezeichnen werden. Bei dieser «Gründungsversam-mlung» wurde ich als Gründungspräsident gewählt.
Kurz vor Weihnachten, am 20.12.1988 fand diese vorbereitende Versammlung bei mir zu Hause in Corminbœuf statt, anwesend waren die IdS-Kolleg·inn·en Günther Schneider, Lukas Wertenschlag, Martin Müller, Cornelia Gick, Claudine Brohy und ich selbst. Wir erstellten die ersten Statuten und ein Anmeldeformular. Der Name des Vereins: Ledafids (Verein der Lektorinnen und Lektoren Deutsch als Fremdsprache in der Schweiz (man beachte die feine Doppelsinnigkeit von «IdS» im Namen!). Und da juristisch das Datum der Statuten zählt, haben wir 2008 unser 20jähriges Jubiläum gefeiert!
Im folgenden Jahr luden wir dann eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen ein zur, wenn man sowill, Gründungsversammlung. Ausser uns sechs vom IdS waren ganz sicher Erika Diehl und Thérèse Studer aus Genf dabei.
1986, also zwei Jahre vor der Gründung des Ledafids, wurde übrigens unser Schwesterverein DaF (später dann und bis heute AkDaF) gegründet und bereits vor dem Ledafids in den IDV aufgenommen.
Kurz vor der Vereinsgründung erreichte uns wieder eine Anfrage der SPASRI: Für eine neue Arbeitsgruppe des IDV zur «Landeskunde der deutschsprachigen Länder» brauchte es eine dritte Person für die Schweiz. Und wieder war ich es, der dazu abgeordnet wurde. Diese ABCD-Gruppe, ein Akronym nach den Anfangsbuchstaben der Autokennzeichen, bestand aus je drei VertreterInnen jedes deutschsprachigen Landes. Man muss hier genauer festhalten: Die Schweiz ist kein deutschsprachiges Land, sondern – und damals kam diese Differenzierung auf – ein auch deutschsprachiges Land. Übrigens entsandte 1988 die DDR ebenfalls drei Vertreter.
Durch diese Aktivitäten wurde klar, dass uns «die grosse, weite Welt» interessierte. So stellten wir 1989 den Antrag auf Aufnahme in den IDV . Ich sollte vielleicht bemerken, dass dieser Antrag in unserem kleinen Verein nicht ganz unumstritten war. Manche dachten damals, wir genügen uns eigentlich selbst! Doch auf der IDT 1989 in Wien wurden wir, wenn auch mit Gegenwind, als der kleinste Verein in den Verband aufgenommen.
Seit der ersten Tagung 1986 gab es regelmässige Treffen, die bald LektorInnen-Tagungen genannt wurden. Dokumentiert ist z.B. die vierte Schweizer LektorInnentagung in Cartigny bei Genf mit dem Thema: Schreiben und Korrigieren.
Es gab in diesen Anfangsjahren auch eine Art Rundbrief: Ledafids-Informationen.